| Kohlberg ist am meisten bekannt für seine Forschung im Bereich der moralischen Entwicklung von Kindern. Er erlangte den B.A. und den Ph.D. 1958 an der Universität Chicago. Im darauffolgenden Jahr ging er nach Yale und blieb dort bis 1961. Nach einigen zwischenzeitlichen anderen Berufungen ging er 1967 dann nach Harvard. Sein wichtigstes Werk waren die Aufsätze zur moralischen Entwicklung (Essays on moral development- 2
vols.) Den Grundgedanken Piagets folgend, ging Kohlberg davon aus,
dass Kinder in ihrer moralischen Entwicklung drei Phasen durchliefen: 1) in der vormoralischen Phase wird das Moralempfinden der Kinder bestimmt durch äußere Standards. 2) in der konventionellen Phase ist die Moralität dadurch gekennzeichnet,
dass den Regeln entsprochen werden muss, und in 3) in der darauffolgenden konventionellen Phase ist Moralität durch die Standards von
Recht und Ordnung repräsentiert. jedes dieser Niveaus ist unterteilt in zwei Unterstufen. Das erste Niveau ist charakterisiert durch Gehorsam und Bestrafung und naivem Egoismus; die zweite Stufe durch "guter Junge" und
Autorität und das dritte Niveau verbindet Legalität und Gewissen. Wie in Piagets Theorie, ist Kohlberg einer der Anhänger der kognitiven Entwicklung. Seine Ergebnisse sind das Resultat einer 20jährigen Studie.(K.K.) |
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